Die Bekleidung, welche beim Bauchtanz zum Einsatz kommt wirkt auf viele äußerst anziehend und verführerisch. Doch diese Bilder, die meist auf Filmüberlieferungen zurückzuführen sind täuschen ein wenig. Denn es ist längst nicht so, dass beim Bauchtanz nur leichte Bekleidung getragen wird, höufig werden auch andere Bekleidungsstücke eingesetzt um unterschiedliche Tänze besser zur Geltung kommen zu lassen. Auch gibt es bei traditionellen Tänzen unterschiedliche Vorschriften, die es streng zu beachten gilt.

Durchsichtige Seide

Das wohl bekannteste Outfit besteht aus zwei Teilen für Oberkörper und Beine. Es ist aus beinahe durchsichtiger Seide konstruiert und sollte nicht zu eng am Körper anliegen, die Körperform jedoch stets betonen. Die Bauchregion soll dabei natürlich großzügig ausgespart werden, damit der bewegliche Ausdruckstanz besonders gut zur Geltung kommt. Viele der Kleidungsstücke sind mit zahlreichen Perlen oder anderem Schmuck verziert. Durch die Tanzbewegungen vibrieren diese und erzeugen beim Zuseher ein beeindruckendes Farbenspiel. Klassische Farben für diese Art von Gewandung sind Kaminrot oder Erdbraun. Aber auch hellere Töne wie Türkis oder Rosa werden von Schneidern gerne eingesetzt.

Hose oder Rock für den Wettbewerb

Wird der orientalische Tanz nicht im privaten Rahmen abgehalten sondern im Turnier- oder Wettbewerbsmodus, so tragen Tänzerinnen und Tänzer gerne auch weite Tanzhosen. Durch sie wird der Blick noch mehr weg von den Beinen gehalten, die beim Bauchtanz bekanntlich nicht die Hauptrolle spielen. Männer tanzen hierbei gerne gänzlich ohne Oberkörperbekleidung. Frauen hingegen tanzen dann in den meisten Fällen in bauchfreien T-Shirts oder Westen aus Seide. Auch diese können wieder reichlich verziert und mit Ornamente versehen sein.

Kopfbedeckung und Verschleierung

Traditionell wird beim Bauchtanz häufig das Gesicht mit einem Tuch vernetzt. Dies hat den Ursprung in der Tatsache, dass Frauen den orientalischen Bauchtanz früher dazu verwendet haben potentielle Ehemänner damit zu betören. Heute sind die Kopfbedeckungen vielschichtig und facettenreich. Farblich heben sie sich häufig nicht vom restlichen Gewand ab, damit man auch hier nicht Gefahr läuft vom zentralen visuellen Augenmerk, dem Bauch, abzulenken.

Verzierungen am und um den Bauch

Der Bauch selbst, der während des gesamten Tanzes im Mittelpunkt stehen soll, wird von Traditionalisten nicht verziert sondern so zur Schau gestellt, wie er bei der jeweiligen Tänzerin eben geformt ist. In moderneren Ausprägungen des Tanzes kommen aber die unterschiedlichsten Aufwertungen zum Tragen. So sind großflächige Piercings in der Bauchnabelregion keine Seltenheit. Aber auch funkelnde Perlenketten verwenden viele Tänzerinnen gerne um den rhythmischen Bewegungen ihres Tanze den letzten Pepp zu verleihen. In einigen orientalischen Kulturen werden auch mystisch anmutende Symbole auf den Bauch aufgetragen.

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